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Jubiläums- und Jahreskonzert des Posaunenchors Rheingönheim

 

Mit „Frischer Wind aus Nord“ war das Jahreskonzert des Posaunenchors Rheingönheim betitelt,

welches gleichzeitig das Ende der Veranstaltungen des Jubiläumsjahrs darstellte.

Mit dem Stück „Fanfare Nordkirche“ von Marius Brandscheidt ging es auch gleich schwungvoll los.

In seiner Begrüßung der fast voll besetzten Paul-Gerhardt-Kirche erläuterte Dirigent und Chorleiter

Sönke Vogelsberg, dass auch das folgende Programm überwiegend aus den Chorbüchern der Nordkirche

bestehen würde und eine kleine Hommage an seine Heimat sein solle. Dazu stammten fast alle Stücke

von zeitgenössischen Komponisten. Ausnahmen bildeten unter anderem ein Liebeslied aus der Renaissance

von John Dowland, das 1597 veröffentlicht wurde und der berühmte Beatles-Klassiker „Yesterday“

aus dem Jahr 1965 in einer Bearbeitung vom Jörg-Michael Schlegel, der 1972 geboren wurde.

Dann durften die Jungbläser mit ihrer Dirigentin Tirza Vogelsberg ihr Können zeigen und zuerst gemeinsam

mit dem Chor ein Rondo spielen. Von Monika Hofmann, einer Komponistin, die sehr viele Stücke

für Jungbläser geschaffen hat, folgte der Boglerhaus Blues und im Anschluss ein Arrangement

des Titelsongs der Verfilmung des berühmten Kinderbuchs vom Michel aus Lönneberga,

wofür die jungen Musiker sehr viel Beifall ernteten.

Vom Landesverband der pfälzischen Posaunenchöre lobten Landesobmann Pfarrer Martin Groß

und Landesposaunenwart Matthias Fitting in ihren Ehrungen besonders die Programmauswahl des Abends

mit zeitgenössischer Musik und das Engagement des Posaunenchors auch für die Ausbildung der Jungbläser

als Garant für den Fortbestand des Chores. Als besondere Ehre empfand Groß die Übergabe

der Plakette „Pro Musica“, die höchste Auszeichnung, die vom Bundespräsidenten für besondere Verdienste

in der Musik für musikalische Amateure verliehen wird. Landesposaunenwart Fitting freute sich, bei diesem

Anlass auch den Posaunisten Johnanes Sinn für 50 Jahre aktives Spielen mit einer Urkunde zu ehren.

Mit einem vertonten Psalm und dem Spiritual „Nobody knows the trouble I`ve seen“, das einen

hohen Bekanntheitsgrad hat und unter anderem auch in einigen Musicals verwendet wird, begann

der zweite Teil des Abends. Den Text des plattdeutschen Liebeslieds „Dat du min Leevstes büst“

trug Chorleiter Vogelsberg zum besseren Verständnis in Hochdeutsch vor, bevor mit dem

schwungvollen Marsch „Auf großer Fahrt“, das nahende Ende des Konzerts eingeläutet wurde.

Mit dem „Abendgebet“ aus der Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck wurde

das offizielle Programm beschlossen.

Vogelsberg, erst seit einem Jahr im Amt bei den Rheingönheimern, bedankte sich beim Chor dafür,

dass sie ihm in vielen Dingen den Rücken freihalten, sich selbst organisieren und eine tolle Gruppe sind.

Nach seinem Dank auch an die Kirchengemeinde für deren Unterstützung, dirigierte er etwas „widerwillig“

den Radetzky-Marsch als erste Zugabe und erzählte, dass ihn die Musikauswahl seines Chors

mit populären Stücken doch ab und zu verblüffe. Deshalb galt die letzte Zugabe auf seinen Wunsch hin

doch wieder einem Stück geistlicher Musik.

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